Liederkranz-Apollonia


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Chronik

über uns

Die Chronik unseres Vereins

Das Bild wurde beim ersten öffentlichen Auftritt des fusionierten Vereins „Liederkranz-Apollonia“ im Juli 1997 aufgenommen.
60 Sänger bildeten den stattlichen Chor, mit dem der Gesangverein Liederkranz-Apollonia erstmals nach der Verschmelzung
in Erscheinung trat. Anlass war der Festakt zum 100jährigen Jubiläum des „Dörflervereins“ (= Bürgerverein der Ludwigvorstadt).



Im Februar 1844 erstmals urkundlich erwähnt, ist der „Gesangverein Liederkranz-Apollonia“ der älteste kulturelle Verein der Barockstadt Rastatt. 1844 erhielt der Verein den Namen „Liederkranz“ und eine Vereinsfahne. Nach nur kurzer Blütezeit kam das Vereinsleben im Zuge der badischen Revolution 1848/49 aufgrund entsprechenden obrigkeitlichen Verbotes jeglicher Vereinsaktivitäten für etwa 10 Jahre zum Erliegen. Die Zeit nach diesen Wirrnissen wurde zum Wiederaufbau eines leistungsstarken Männerchores genutzt. Der Rastatter Liederkranz war 1862 bei der Gründung des Badischen und kurze Zeit später des Deutschen Sängerbundes Gründungsmitglied. Eine Trübung erfuhr das Vereinsleben, als sich 1875 ein Teil der Mitglieder abspaltete und den „Gesangverein Freundschaft“ gründete. Dieser Fehler wurde 1886 wieder korrigiert; beide Vereine fanden, nunmehr unter dem Vereinsnamen „Liederkranz-Freundschaft“, wieder zusammen. Es erscheint als durchaus möglich, dass dieser weise Entschluss der Verantwortlichen damals durch die Gründung des aus der Rastatter Turnerschaft hervorgegangenen „Männergesangvereins Apollonia“, der am 10. Mai 1883 im Rastatter Wochenblatt erstmals erwähnt wurde, beeinflusst wurde. Dieser Chor errang nach anfänglichen Schwierigkeiten bald erste Preise bei Sängerwettstreiten und entwickelte sich für die damals in Rastatt und der Region existierenden Chöre allmählich zu „gefürchteter“ Konkurrenz; für diese als Anlass genug, ihre Bemühungen zu intensivieren. Wohl niemand verschwendete damals auch nur einen Gedanken daran, dass „Liederkranz-Freundschaft“ und „Apollonia“ knapp 100 Jahre später eine Chorgemeinschaft eingehen und damit den Grundstein für eine Verschmelzung ca. weitere 15 Jahre später legen würden.
Die jeweiligen runden Geburtstage von einiger Bedeutung wurden in der Folgezeit in beiden Vereinen gebührend gefeiert, 1894: 50 Jahre Liederkranz-Freundschaft; 1903: 20 Jahre Apollonia, bis dann der Erste Weltkrieg das Vereinsleben vorübergehend zum Erliegen brachte. Eine „Hochzeit“ begann für beide Chöre nach Kriegsende. Mit jeweils 120 bis 130 Aktiven wurden großartige Konzerte gegeben, die wegen des regen Publikumsinteresses oftmals wiederholt werden mussten. Auch die geselligen Veranstaltungen waren in beiden Vereinen überaus beliebt. In diese Zeit fielen glanzvoll begangene Jubiläumsfeiern, 1924: 80 Jahre Liederkranz-Freundschaft; 1933: 50 Jahre Apollonia, bis Gleichschaltung und Zweiter Weltkrieg das Vereinsleben bei beiden Vereinen erneut schwer beeinträchtigten. Das 100-jährige Jubiläum des „GV Liederkranz-Freundschaft“ konnte daher 1944 nicht gefeiert werden. Die Feierlichkeiten wurden 1947 nachgeholt.
Nach 1945, als viele Kriegsheimkehrer sich neu orientieren mussten und Gemeinschaft und Kameradschaft suchten, begann für beide Vereine wieder eine sehr erfolgreiche Phase mit bald wieder ca. 100 Sängern. Wiederum wurden sehr erfolgreich Konzerte dargeboten und gesellige Veranstaltungen und Ausflüge sorgten für Abwechslung. Die nächsten Jubiläen 1983: 100 Jahre Apollonia; 1984: 140 Jahre und 1994: 150 Jahre Liederkranz-Freundschaft, wurden mit mehrtägigen Zeltfesten und weiteren, über das Jahr verteilten Veranstaltungen, gebührend begangen. Allerdings wurde in der Folgezeit auch deutlich, dass die inzwischen vielschichtigen Möglichkeiten anderweitiger Freizeitbetätigungen den auf aktive Sänger angewiesenen Gesangvereinen zunehmend zu schaffen machten. Es wurde immer schwieriger, neue Sänger, insbesondere jüngere Sänger für das Chorsingen zu gewinnen. In dieser Erkenntnis gingen beide Vereine, begünstigt durch den Umstand, dass sie unter der musikalischen Leitung des gleichen Chorleiters, Chordirektor ADC Günter Horn standen, 1983 eine Chorgemeinschaft ein, um bei Konzerten und Auftritten mit einem größeren „Klangkörper“ aufwarten zu können.
Letztlich mündete diese Entscheidung 1997 in der Verschmelzung beider Vereine zu einem Verein, der seitdem den Namen „Gesangverein Liederkranz-Apollonia 1844 Rastatt e.V.“ trägt und unter dem Vorsitz von Thomas König von einem fünfköpfigen, geschäftsführenden Vorstand geführt wird. Neuer musikalischer Leiter ist nunmehr seitdem 1. Mai 2007 Rudolf Peter.
Der GV Liederkranz-Apollonia ist Mitglied des Deutschen und des Badischen Chorverbands sowie des Mittelbadischen Sängerkreises. Mit Werbung wird derzeit versucht, am Chorsingen interessierte Männer jeden Alters für das Mitwirken im Chor zu gewinnen.


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